Zum Ausgleich für die Besucher, die eher weniger an Texas Holdem Poker interessiert sind:

Im folgenden Foto sieht man eine der Ansichten, die südlich von Cromwell geboten werden. Hier gibt es nicht viel mehr und weniger als etliche Hektar Weingarten, zum Schutz durch Wildbefall kilometerweise in Netze gehüllt. Die starken Winde bilden in der Früh extrem plastisch wirkende Wolken, ich warte noch auf den geeigneten Zeitpunkt, um diese auf digitaler Ebene einfangen zu können.
Dazu gibts vielleicht schon in ein paar Tagen mehr zu sehen.
Ebenso bietet die in Morgenröte getauchte, westliche Bergkette einen sehr imposanten und malerischen Anblick, den ich noch einzufangen versuchen werde.
Die nahen Weingärten der Gegend. Pinot Noir wird hier vorwiegend angebaut.Neuseeland scheint auch so etwas wie ein Autoparadies zu sein, man kommt sich am Parkplatz vom örtlichen Supermarkt wie auf einem Stellplatz einer Tuningwerkstatt vor. Jeder vierte Wagen versteckt einen V6 oder V8 Motor bzw. ein Vierzylinder-Turboaggregat unter der Haube, der sich schon aus der Ferne durch den obligatorischen Sportauspuff bemerkbar macht. Ein Liter Benzin kostet im Moment ca. 0,85 Euro und Diesel ist je Liter schon um 0,68 Euro zu haben, die KFZ Anmeldung soll ganze 40$ (Ca. 21 Euro) ausmachen.
Überhaupt sind bis auf Technische Geräte, die ja mittlerweile dank (naja...) der Globalisierung fast überall gleich teuer sind, die Lebenserhaltungskosten oder Lebensmittelpreise eher niedrig. Der Lebenstandard entspricht weitgehend dem in Mitteleuropa und die Löhne sind soweit ich bisher herausgefunden habe auch etwas höher, bei niedrigerer Steuerlast. Anscheinend kurbelt das die Umsätze entsprechend an, so dass dabei alle als Gewinner aussteigen, nicht so wie in Europa die Industrie, der Staat und die oberen Gesellschaftsschichten. Das macht mich nur noch sicherer, dass Europa in Zukunft nicht die Heimat meiner Wahl sein wird.
Subaru Impreza WRX STI 2.0 SchnappschussRund um Cromwell gibt es auch optisch sehr beeindruckende Naturkulissen, wie der recht warme Lake Dunstan, der von den irgendwie griechisch bis kaukasisch anmutenden Bergen umsäumt wird. Wie man sehen kann, gefällt es nicht nur mir hier sehr gut:

Jeder der mich kennt, weiss dass ich scheinbar mit so etwas wie ewiger Jugend gesegnet bin. D.h. nicht wirklich gesegnet, denn ich weiss ja mittlerweile auch warum das so ist :-)
Jedenfalls hat es nicht immer Vorteile, wenn man um ein Jahrzehnt jünger aussieht bzw. wirkt als man tatsächlich ist, spätestens dann, wenn man sich im lokalen Schnapsladen ein paar irische Biere (Kilkenny Ale) besorgen will. Wenn man da nicht mindestens wie 25 oder älter wirkt, braucht man einen amtlichen Lichtbildausweis, der das Mindestalter von 18 Jahren bestätigt, sonst geht man durstig aber mit angenehm leichtem Rucksack wieder nach Hause.
So geschehen an einem sonnigen Dienstag um die Mittagszeit, beim zweimaligen Zurücklegen der Strecke von unserer Residenz zum "Super Liquor", wobei ich mir auch gleich einen leichten Sonnenbrand an der Oberseite der Ohrenspitzen geholt habe. Es ist ja nicht so, dass ich genau davor nicht schon von einem Kollegen aus der EDV, dem das auch schon mal in Neuseeland passiert ist, gewarnt worden wäre...
Eine Baseballkappe als Sonnenschutz reicht hier einfach nicht mehr aus. Wer sich neben dem Globale-Erwärmung-Medientrubel noch an die Zeitungsartikel von vor gut 15 Jahren erinnern kann, der weiss dass die Ozonschicht hier im Süden auch schon spürbar dünner geworden ist.
Super Liquor. Dort gabs offene Münder bei der Ausweiskontrolle ;)